Projekträger

Grand Lyon

Hauptauftragnehmer

SPIE

Standort

Lyon, Frankreich

Termine

2013 – 2016

Grand Lyon OPTICITIES

AIMSUN LIVE

STADTWEIT

MESOSKOPISCHES MODELL

Zielstellung des europäischen Pilotprojekts „Grand Lyon OPTICITIES“ war die Untersuchung, ob ein Prognosewerkzeug durch Vorhersage zukünftiger netzweiter Verkehrsflussmuster aus verschiedenen Verkehrsmanagementmaßnahmen und genaue Strategievergleiche Verkehrsbetreibern bei der Antizipierung und Vermeidung von Verkehrsüberlastungen in Stoßzeiten helfen und so zur Umsetzung der jeweils besten Verkehrsmanagementstrategie beitragen kann.

Was ist OPTICITIES?

OPTICITIES ist ein von der gefördertes 3-jähriges Forschungsprojekt zur Erprobung von ITS-Innovationen im städtischen Raum. Im Rahmen des von Grand Lyon koordinierten Projekts soll dabei unter anderem die Integration von Verkehrsprognoseinstrumenten in die bestehenden Verkehrsregelungssysteme des Großraums Lyon getestet werden.

Projektpartner bei OPTICITIES ist die mit der Entwicklung des CRITER-Verkehrssteuerungssystemsfür Grand Lyon beauftragte Firma SPIE.

Verkehrsprognosetool

Durch die dynamische Hochgeschwindigkeitssimulation großräumiger Bereiche in Aimsun Live lassen sich in der Verkehrsmanagementzentrale von Lyon (CRITER) Verkehrssituationen visualisieren, bevor sie tatsächlich entstehen. In nur 3 bis 4 Minuten können so umfassende Verkehrsprognosen für die nächste Stunde erstellt werden.

Aimsun Live verarbeitet kontinuierlich Live-Verkehrsdaten und simuliert die Fahrzeugströme innerhalb des untersuchten Raums, der etwa 1.400 km Straße umfasst. Durch die Kombination von Live-Datenfeeds und Hochgeschwindigkeitssimulationen mit der Emulation von Stauvermeidungsstrategien kann Aimsun Live die sich aus einer bestimmten Verkehrsmanagementstrategie ergebenden zukünftigen Verkehrsflussmuster genau vorhersagen.

Vergleich verschiedener Verkehrsmanagementszenarien

Verkehrsbetreiber können anhand unterschiedlicher Reisestrategien/Verkehrsregeln signalplanabhängig verschiedene Szenarien simulieren, um die jeweiligen Netzauswirkungen zu beurteilen.

Alle Szenarioergebnisse werden nach den ursprünglich definierten Kenngrößen bewertet und für jedes simulierte Szenario der entsprechende Verkehrszustand zur Anwendung ergebnisabhängig simulierter Verkehrsmanagementmaßnahmen angezeigt. Der Szenariovergleich erfolgte anhand von fünf ausgewählten Kenngrößen: globaler Verkehrsfluss, dynamisches Stauaufkommen, Straßenklasse sowie Fußgängerkennzahlen.

Diese Kenngrößen helfen bei der optimalen Strategieentscheidung nicht nur bei regelmäßig wiederkehrenden sondern auch unvorhersehbaren Verkehrsereignissen. Diese Indikatoren helfen den Verkehrsbetreibern bei der Auswahl der besten Strategie, die nicht nur bei wiederkehrenden Staus, sondern auch bei ungeplanten Zwischenfällen und Ereignissen angewendet werden kann. Dies wird es den Betreibern ermöglichen, gezielt in bestimmte Bereiche einzugreifen, um die persönlichen Fahrzeiten zu minimieren, die Auswirkungen und die Effektivität der angewandten Strategien zu analysieren und eine Bibliothek von Interventionen/Strategien für die zukünftige Nutzung aufzubauen und zu verfeinern.


Geschwindigkeitssimulation in Aimsun Live

Datenintegration

Um präzise Prognosen treffen zu können, waren die folgenden Daten in das Aimsun-Live-Modell von Lyon zu integrieren: statisches Modell, ÖV-Daten, Signalpläne sämtlicher LSA-Steuerungen, Verkehrsnachfragedaten, Verkehrsdatenhistorie sowie Ereignis- und Reaktionsszenario-Definitionen. Die historischen Verkehrsdaten werden genutzt, um Muster für die Echtzeitsimulation zu generieren. Und schließlich wird die Definition von Ereignissen und Reaktionsszenarien genutzt, um vorausschauende Simulationen durchzuführen, wenn besondere Ereignisse eintreten.


Datenfeeds

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