HumanDrive: Messung des Nutzerkomforts in autonomen Fahrzeugen

Im März 2020 ging das von „Innovate UK“ und dem „Centre for Connected and Autonomous Vehicles“ teilfinanzierte gemeinschaftliche F&E-Projekt „HumanDrive“ zu Ende. Im Rahmen des Projekts wurde ein autonomes Fahrzeug entwickelt, das im November 2019 eine ca. 140 km lange Fahrt von Cranfield nach Sunderland absolvierte, die bislang längste autonome Autofahrt in Großbritannien.

Eines der wichtigsten Projektergebnisse von „HumanDrive“ war die Entwicklung eines Advanced Control Systems (ACS) durch Nissan und Hitachi, das so konzipiert wurde, dass das autonome Fahrzeug einen natürlichen, menschenähnlichen Fahrstil nachbildet. Im Verlauf des Projekts wurden von der Universität Leeds, Connected Places Catapult und der Universität Cranfield zur Evaluierung des ACS eine Reihe menschlicher Faktoren untersucht, um so Einblicke in die wahrgenommene Natürlichkeit, den Komfort und die Sicherheit des geprüften Systems zu gewinnen. Diese Attribute wurden während und nach Ausprobieren verschiedener AV-Fahrstile mittels Think-Aloud-Protokolle, Fragebögen, physiologischen Kennzahlen und Echtzeit-Feedback der Teilnehmer gemessen. Auch wurde bei den Auswertungen berücksichtigt, wie Persönlichkeitsmerkmale und der eigene Fahrstil die Wahrnehmung von AV-Fahrstilen beeinflussen können.

Hierzu wurde am 26. Oktober 2020 ein neues Projekt-Whitepaper von Ellie Wooldridge und Jamie Chan-Pensley von der Innovationsagentur „Connected Places Catapult“ (CPC) veröffentlicht.

Zum Whitepaper

HumanDrive-Webinar

Das CPC veranstaltet am 4. November ein Webinar mit Ellie und Jamie sowie Professor Natasha Merat, um sich über das Papier und andere aktuelle Forschungsarbeiten auszutauschen, die im Anschluss an das Projekt angelaufen sind.

In diesem Webinar werden die im Whitepaper „Measuring User’s Comfort in Autonomous Vehicles“ von Ellie Wooldridge, Teamleiterin für Forschung und Humanfaktoren beim CPC, und Jamie Chan-Pensley, Cheftechnologe, vorgestellten Projektergebnisse und die Frage erörtert, wie sich diese Ergebnisse in eine zunehmende Zahl von wissenschaftlichen Untersuchungen zur Erforschung des Fahrkomforts bei autonomen Fahrzeugen einreihen. Natasha Merat gibt einen Überblick über die Ergebnisse zweier Studien, in denen mithilfe des Fahrsimulators der Universität Leeds untersucht wurde, wie diverse automatisierte Fahrstile die psychophysiologische Reaktion der Teilnehmer und ihr subjektives Echtzeit-Sicherheits- und Komfortempfinden beeinflussen.

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie hier: cp.catapult.org.uk/events/measuring-users-comfort-in-autonomous-vehicles-a-humandrive-webinar/

Das HumanDrive-Konsortium bestand aus insgesamt 10 Projektpartnern: Nissan, Hitachi, Horiba Mira, SBD Automotive, Atkins, Aimsun, Highways England, University of Leeds, Cranfield University und Connected Places Catapult.

  • Hast du eine Frage? Nimm Kontakt auf.
  • Hast du eine Frage? Nimm Kontakt auf.

TEILEN

Share on linkedin
Share on twitter
Share on email